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Selbständige fordern Gleichbehandlung bei Krankenkassen

Erfurt. Seit mehreren Jahren fordert der Thüringer Landesverband des Bundes der Selbständigen(BDS), die Ungleichbehandlung bei der gesetzlichen Krankenkasse, was Selbständige und Arbeitnehmer betrifft, abzuschaffen.

Aktuell haben auch Fachexperten in einer Anhörung des Gesundheitsausschusses im Bundestag die gleiche Meinung vertreten. Erklärten sie doch, dass die bestehenden Regelungen insbesonders bei den Solo-Selbständigen mit geringerem Einkommen überwiegend zu großen Härtefällen führen wird.

Seit Einführung der Krankenversicherungspflicht für alle setzt sich der BDSfür mehr Gleichbehandlung von Selbständigen im Verhältnis zu Arbeitnehmern bei der gesetzlichen Krankenkasse ein.

Denn insbesondere einkommensschwächere Selbständige  werden durch eine ungleiche Beitragsbemessung diskriminiert.

BDS/V.M.                                         

"OTZ Jahresgewinnpreis macht uns Stolz" Gespräch mit Rolf Menzel, Landesvorsitzender des Bundes der Selbständigen

Weimar/Gera. Der Thüringer Landesverband des Bundes der Selbständigen(BDS) ist die Interessenvertretung von zirka 800 meist Klein- und mittelständigen Unternehmen im Freistaat. Mit dessen Vorsitzenden Rolf Menzel, der seit 2005 an der Spitze des Verbandes steht, sprach unsere Zeitung.

Herr Menzel, kürzlich waren Sie Augenzeuge eines besonderen Ereignisses fürden BDS. Was führte Sie von Weimar in das IHK Bildungszentrum nach Gera?

Das war die Auszeichnungsveranstaltung zur Bekanntgabe der Jahressieger 2016 der OTZ-Serie von den wöchtenlich vorgestellten Unternehmen in Ostthüringen. Und darunter war ja auch die Geraer Praxis für Ergotherapie und Logopädie des Ehepaares Tom und Kristina Wildensee, welche in unserem Verband mit zu den Zugpferden gehören.

Und dieses Team, das auf dem Kaufland-Dach in Gera-Lusan seine Praxis betreibt, konnte sich ja dann auch über den Jahresgewinn des OTZ-Leserpreises  freuen ...

Was sind die Schwerpunktaufgaben des BDS?

Neben regelmäßigen Kontakten und Zusammenkünften mit den Parteispitzen im Landtag, wo wir Anliegen aber auch Forderungen unserer Mitglieder zur Sprache bringen, steht die Durchführung von Seminaren im Rahmen unserer BDS Akademie hoch im Kurs.

Da beraten erfahrene Experten aus der gewerblichen Wirtschaft sowohl angehende Existenzgründer als auch Kleinunternehmer, die aus unterschiedlichen Gründen ihren Betrieb abgeben möchten und mögliche Nachfloger suchen. Gefragt sind aber auch Veranstaltungen mit Tipps zur Förderung des geschäftlichen Erfoges.

Was brennt den BDS Mitgliedern besonders unter den Nägeln?

Insbesondere die nach wie vor zu große Bürokratie, die den Unternehmen von den Ämtern abverlangt wird und oft zeitaufwendig ist. Aber auch die Tatsache, dass es in der Regel an gut ausgebildeten Fachkräften fehlt. Nicht zuletzt kritisieren berechtigerweise unsere Mitglieder natürlich auch die Anhebung der Gewerbesteuer, welche besonders in Gera eine hohe Belastung darstellt.

Aber auch eine generelle Rentenversicherungspflicht für Selbständige nach dem bekannten Muster der großen Koalition wird von uns abgelehnt, da eine Kostenexplosionbei Existenzgründungen und jungen Firmen zu befürchten ist. Und nicht zuletzt steht die Ausbildungsabgabe in Höhe von 900 Euro der SOKA-Bau für Soloselbständige bei den Betroffenen in der Kritik.

Foto: Thüringens BDS Landesvorsitzender Rolf Menzel

 Foto/Interview: Volker Martin

Glückwunsch an die Interdisziplinäre Praxis Tom Wildensee - unser BDS-Mitglied hat gerade den Publikumspreis für Unternehmen in Ostthüringen gewonnen!

BDS Initiative "Selbständig in Mitteldeutschland"

Erfurt. Die Landesverbände von Thüringen, Sachsen und Sachsen Anhalt des Bundes der Selbständigen (BDS) haben das Informationsportal "Selbständig in Mitteldeutschland" ins Leben gerufen.
Als Vereinigung örtlicher Gewerbeverbände repräsentieren damit die drei mitteldeutschen Verbände die Interessen von rund 297. 000 kleinen und mittelständigen Unternehmen in den drei Bundesländern.
"Das sind etwa 99 Prozent der dort ansässigen Unternehmen, welche über 60 Prozent aller sozialversicherungspflichtigen Mitarbeiter beschäftigen.
Mit dem Zusammenschluß sehen wir auch bessere Möglichkeiten des Austausches von Referenten für Seminare für Existentenzgründer sowie in der Weiterbildung", so Thüringens BDS Präsident Rolf Menzel.
Volker Martin